foddos von australien
9. September 2009
Hier sind alle Bilder von Australien,
einmal unter
http://picasaweb.google.com/Katharina.Reusch/AustraliaPartII#
und einmal unter
http://picasaweb.google.com/Katharina.Reusch/Rina#
australia part II
9. September 2009
Nächster Stop war Airlie Beach mit Whitsunday Island. Da wir eh Schnorcheln gehen wollten und auch Whitsunday Island sehen wollten, kam wieder der kleine Sparfuchs durch und wir haben eine Ganztags-kombi-tour gemacht, die wirklich super schön war. Haben aufm Weg zum Schnorchelspot Delphine gesehen und im Riff rumschwimmen ist einfach unbeschreiblich schön! So viele bunte, tolle Fische und Korallen – einfach traumhaft. Das Highlight war ein riesiger Napoleonfisch, der ca. 1.20m groß war und ein schwarzer Thunfisch, ca. 1m groß, die mit einem Fischschwarm ums Boot rumgeschwommen sind und mit denen zu tauchen war einfach unglaublich! Danach sind wir auf die Insel und da noch hochgelaufen und haben die Aussicht über die weißen Strände genossen.
Abends waren wir dann noch mit ein paar Engländern feiern und sind morgens weiter Richtung Süden nach Town of 1770 gefahren – wurde uns empfohlen, allerdings ging da nicht wirklich viel und sind morgens auch wieder abgehauen! Von da gings nach Noosa und da waren wir mal fehl am Platz..hihi..die Stadt besteht aus einem endlos noblen, edlen Teil am Strand und der normalen Stadt auf der anderen Seite vom Hügel. Assi-Camper wie wir waren, sind wir dann erstmal mit extrem lauter Country-Musik und unser Gammelkarre an die Strandpromenade gefahren und haben uns neben Porsche und Co. hingestellt und erstmal den Campingkocher ausgepackt, gekocht und Wein getrunken
! Dank Nickis Unvermögen, um eine Plastikmülltonne herumzufahren, haben wir wieder ein paar Australier kennengelernt und waren mit denen feiern. Am nächsten Tag lagen wir eigentlich nur am Strand und sind noch ein bissl durch den stadteigenen National Park gelaufen und haben versucht einen Koala zu finden – erfolglos – aber wir haben vom Strand aus Delphine gesehen, was wirklich cool war.
Nächster Stop war Fraser Island und dort haben wir uns echt geärgert. Wollten auf die Insel und eine blöde Tagestour hat 70 Dollar gekostet, was wir nicht machen wollten, sondern einfach nur so hin, mit Fähre, rumlaufen, vielleicht ne Nacht da Campen und wieder zurück, und ein Ticket für einen gammligen Fußgänger mit der Fähre kostet 60 Dollar return - totale Abzocke..haben gefragt, warum das so teuer ist und der i-Mann meinte auch nur, weil sie es können..waren dann im Kino und haben den neuen Terantino-Film geschaut – herrlich guter Film!
Jo damit waren wir auch schon fast in Brisbane und haben noch irgendwo an der Sunshine Coast angehalten, um doch nochmal im Meer schwimmen zu gehen und waren noch in einem Meeresaquarium mit ganz vielen Haien und Rochen!
Letzten Freitag gabs dann das letzte Frühstück am Meer und bei unsere Packaktion haben wir Musik gehört und damit 2 Stunden vor Abgabe von unserem Auto es doch noch geschafft, die Batterie tot zu kriegen – aber uns wurde von netten Kirchen-Menschen geholfen – natürlich nicht ohne uns über den Glauben zu belehren
!
Dann mussten wir unser liebes Heim in Brisbane abgeben und haben noch eine Nacht bei einem Couchsurfer gepennt und ich bin dann Samstag wieder nach Neuseeland geflogen.
Insgesamt wirklich ein wahnsinnig lustiger Trip. Viele verrückte Sachen erlebt, viel gesehen, viel gelacht und viel Autogefahren, insgesamt um die 7000km in 25 Tagen…verrückt. Erkenntnisse: Ich kann nicht mehr auf der rechten Straßenseite fahren, Australien ist schön, aber überbewertet, Sommerverlangen aufs erste gestillt, siebten Sinn für Toiletten- und Dusch-Spots entwickelt, wünsch mir zu Weihnachten einen Tauchschein (Gruß an Mama und Papa:) ), Australier sind nette Menschen und Reisen macht Spaß:)!
Jetzt bin ich wieder in Neuseeland und war ein paar Tage in Dunedin, den Sam und die Flavia besuchen und grade auf dem Weg Mama und Papa in Picton zu treffen *freu*! Dann gehts in Abel Tasman National Park und wohl Snowboarden – ein komischer Gedanke, wenn man vor ein paar Tagen noch bei 30 Grad am Strand lag, denke ich brauch noch so ein halbes Jahr, bis ich das alles gecheckt hab, was in dem halben Jahr so abging hier….Und in 3 1/2 Wochen bin ich wieder zu Hause, was ich im Moment nicht wirklich glaube kann und es wohl auch erst glaube, wenn ich in Siegen vor der Haustür stehe. Einerseits will ich hier im Moment nicht weg, weil hier grade alles so viel Spaß macht, anderseits vermiss ich alle daheim im Moment sehr und freu mich riesig, alle bald wiederzusehen! Übrigen gibts am 17.10 ne fette Party in Würzburg
!
ostkueste australiens part I
9. September 2009
Dem Outback endlich entflohen kamen wir im tropischen Cairns an und dort haben wir uns eigentlich ganz gut eingelebt. Alte deutsche Sparfüchse wie wir ja sind, schnorrt man sich ja so durch die Gegend und das ging in der Stadt eigentlich echt gut – Parken kann man eigentlich nur 3 Stunden, aber da die Parkscheibe bei den Australiern noch nicht erfunden wurde, war das auch egal. Mangels der Möglichkeit ins Meer zu dürfen, gibts in jeder größeren Stadt an der Ostküste einen stadteigenen, freien Pool bzw. eine Lagune inklusive Duschen, Toiletten etc. Und da es nie kalt wird und alle Australier Grill-verrückt sind, gibt es überall freie BBQ-Spots an denen man grillen oder kochen kann, inklusive Spülhahn – somit gabs alles was das Camperherz braucht, abgesehen vom Schlafplatz: wir haben uns sagen lassen, dass morgens – um halb sechs, also Nachts – ein Mensch rumfährt und kleine Campervan-Insassen aufweckt und wegschickt – diesen Menschen haben wir dann auch morgens um halb sechs kennengelernt..wir sind wohl nicht weit genug vom Zentrum entfernt gewesen, haben aber im Halbschlaf einen Parkplatz ganz in der Nähe gefunden, wo wir schlafen konnten, inklusive kleinem Park vor der Tür und die Gärtner waren auch jeden morgen da und haben sich um unsere Wiese gekümmert..herrlich!Die ersten 2 Tage haben wir dann damit verbracht uns an die Zivilisation zu gewöhnen und haben uns dann auf in den Norden gemacht zum Cape Tribulation National Park – der war auch wirklich sehr schön, auch wenn es komisch ist, auf einer geteerten Straße durch den Regenwald zu fahren. Aber der Regenwald reicht hier direkt bis zum Strand und es war wirklich wunderschön dort. Im Park haben wir dann ein paar Australier kennengelernt und waren dann im Regenwald mit Pfeil und Bogen auf Schweinejagd – erfolglos, aber lustig – und noch in einem Fluss schwimmen, was wir uns ohne lokale Krokodilerfahrung niemals getraut hätten! Wieder zurück in Cairns haben wir uns nochmal mit denen getroffen und waren Krebse fangen – wieder erfolglos, aber wieder lustig – und noch an einem Wasserfall schwimmen – ebenfalls Krokodil-, Quallen-, Schlangen- und Haifrei, wie wir uns auch haben bestätigen lassen – man weiß ja nie! Viel mehr hat uns dann in Cairns auch nicht gehalten, weil in der Stadt nur aus Touristen besteht und man erschlagen wird von tausenden Essen- und Ausflugsangeboten – und dazwischen nur Deutsche und Franzosen und das auch nur in Pärchenform!
Südlich von Cairns war unser erster Stop dann Mission Beach, der wirklich unglaublich schön war und wir haben da den ganzen Tag rumgehangen und Capoeira gemacht und Handstände geübt – dementsprechend konnten wir uns auch die nächsten 2 nicht mehr bewegen, aber schön wars trotzdem.
Weiter Richtung Süden waren wir an dem höchsten Wasserfall, abgesehen von einer verlassenen Kuh im Regenwald nicht soo spektakulär und haben uns an einem anderen Fluss auf die Suche nach Schildkröten gemacht und auch eine ganz kurz gesehen, die hatte sich aber offensichtlich ziemlich gestört gefühlt, Dafür saß aber ein riesiger Leguan auf einem Stein, ca. einen halben Meter groß mit Schwanz..voll cool! Auf dem Schotterweg zurück zur Straße haben wir dann ein ziemliches Massaker angerichtet, weil wohl alle Frösche bei Dämmerung auf Schotterwegen rumhängen, aber ich denke wir haben noch genug am Leben gelassen.
darwin und outback
4. September 2009
Nach dem hektischen Sydney waren wir froh, endlich Richtung Norden zu fliegen und endlich unseren Sommer zu haben..den hatten wir dann auch wirklich! In Darwin angekommen waren es nachts um 1 noch schöne 25 Grad und dementsprechend haben wir die ersten Tage dort erstmal schön in der Sonne rumgelegen und die Wärme genossen. Der Plan direkt auch mal ins Meer zu huepfen hat sich leider in Reptilien aufgelöst: Krokodile..Salzwasserkrokodile..Australien ist eh so ein Phänomen..in Sydney hieß es, es koennte Haie geben, entlang der gesamten Nordkueste darf man wegen Krokodilen nicht schwimmen und an der Ostkueste angekommen darf man wegen Krokodilen, Haien und Quallen nicht schwimmen gehen..bombig! Nun ja, in Darwin haben wir letzlich nicht viel gemacht, ausser das einzige Highlight, einen Nachtmarkt, verpasst, dafuer aber einen wunderschoenen Sonnenuntergang gehabt und noch mit ein paar Australiern und noch anderen Deutschen ein BBQ am Teich gehabt. Am 10.8 haben wir dann endlich unseren Campervan abgeholt und entsprechend unserem Budget ist es eine alte Schrottkarre, aber wirklich toll! Da die keinen kleineren mehr hatten, haben wir einen fuer 3 Leute bekommen und wir fuehlten uns ein bisschen, als wuerden wir einen LKW fahren, aber man gewoehnt sich ja an alles! Frohen Mutes sind wir dann in den Kakadu National Park gefahren und dort haben wir wieder was neues ueber Australien gelernt: ein National Park hier ist nicht das gleiche wie ein National Park in Neuseeland…es ist mehr ein Urlauber-Hotel-Touren-Gebiet mit geteerten Straßen, vielen, vielen Hotels, Handyempfang, Tankstellen usw. Ein bissl komisch, wenn man nicht damit rechnet, aber nun ja! Der Park war auch nicht sooo der Knaller, weil man ohne eine Allrad-Karre die ganzen coolen Sachen nicht erreichen kann oder fuer viel zu viel Geld eine Tour zu den coolen Sachen buchen kann..beides konnten wir nicht wirklich aufbringen. So sind wir frohen Mutes mit allen anderen Touris zu den Aborigine-Kunst-Sachen gefahren und haben brav alle Aussichtspunkte im Park abgefahren und haben dann entschlossen uns mal dem Outback zu widmen und mal eben rueber zur Ostkueste zu fahren…ja….wenn das nicht mal ne Schnapsidee war…man man man! Die ein oder andere Erkenntnis bringt das aber: Australien ist riiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiesig, wenn man eimal durchgefahren ist, kann man zurueck in Europa auch mal nen Wochenende nach Spanien fahren ohne ueber die Entfernung zu meckern, egal wie billig Sprit ist, bei ueber 3000km wird’s doch irgendwann teuer und wie unfassbar gerade eine Straße sein kann. Mehr dem Geld als der Umwelt zur Liebe sind wir mit gediegenen 90km/h durch den kompletten Outback gejuckelt und haben insgesamt 5 Tage gebraucht und damit ca. 2 Tage zu lang. Um sechs ging die Sonne auch unter und Dank der bloeden Kängurus, die zu bloed sind zu verstehen, dass man nicht vor ein Auto hüpft, kann man hier nicht Nachts fahren, womit man wirklich nicht vorwärts kommt. Nun ja, aber immerhin haben wir den imposantesten Sternenhimmel gesehen und man weiß nun wirklich was „Nichts“ bedeutet. Eine schoene Sache am Outback ist, dass man jeden gruesst, den man begegnet und auch alle verrueckten Menschen, die da so leben, endlos froh sind, wenn mal Jemand vorbeikommt und immer fuer ein Schwaetzchen offen sind. Das groesste Highlight der Fahrt war 2x ein riesiger Heuschrecken-Schwarm, in dem wir ein ziemliches Massaker angerichtet haben und ganz ganz viele Sternschnuppen. Ansonsten ist nicht so viel passiert dort..wir haben Nickis 25sten im Nichts gefeiert, einen Wombat ueberfahren, hunderte Heuschrecken getoetet, weite gesehen und an der Ostkueste angekommen, absolut keinen Bock mehr gehabt Auto zu fahren! Und uns gefragt, warum wir nicht direkt an die Ostkueste geflogen sind…aber immerhin kann man den Outback nun abhaken und falls ich nochmals jemals nach Australien reise, dann auf jeden Fall nur noch in einer Allrad-Karre oder mit meiner eigenen!
Da Internet hier so teuer ist, habe ich mal nur ein paar hochgeladen, werde aber alles nochmal neu sortieren und machen, wenn ich in Neuseeland bin und endlich nicht fuer Internet bezahlen muss!
foddos
27. August 2009
so hier sind ein paar neue bilder, berichte folgen die tage! http://picasaweb.google.com/Katharina.Reusch/Rina#
zwischenbericht
18. August 2009
hallo!
ich bin grade mitten in der reise durch australien und da internet hier recht teuer ist und so, kann ich im moment net soo viel schreiben, aber die berichte kommen bald! habe auch ein paar bilder hochgeladen, die findet man hier: http://picasaweb.google.com/Katharina.Reusch/TestAlbumRina?authkey=Gv1sRgCLLQ7MTyjojV7wE#
bis bald!
sydney
18. August 2009
Sydney!
Erschlagen! Das war das erste was ich von Sydney hatte. Ich muss jedoch zugeben, dass ich auch nicht unbedingt in der allerbesten Verfassung war als ich dort angekommen bin! Ich bin am Samstag aus Dunedin abgehauen und muss doch sagen, dass mir der Abschied wirklich sehr schwer gefallen ist, vor allem vom Sam und es war ein komisches Gefühl Dunedin zu verlassen, aber immerhin ist es kein Abschied fuer immer…! Mit Herzschmerz gings dann 5 Stunden nach Christchurch und dort mit dem Bus zu den Verwandten vom Ufer, bei denen ich meine ganzen Winterklamotten, meinen Koffer und meinen Laptop (eine wahrliche Erleichterung das Ding net mitzuschleppen) unterstellen konnte. Die haben mich dann noch zum Airport gebracht und da saß ich dann nun von 23 Uhr bis letzlich 6 Uhr der Flug losging rum, habe versucht zu schlafen, hat nicht geklappt und das war alles viel zu viel Zeit sich viel zu viele Gedanken zu machen und dementsprechend gematscht kam ich dann morgens in Sydney an, halb verhungert, uebermuedet, traurig, aufgeregt aber einfach nur platt! Dann gings ab in die Stadt mim Shuttle und dort habe ich Nicki getroffen und sie hat bei nem Kumpel in World Tower gewohnt: eines der hoechsten Gebäude, 2000 Wohnungen, ueber 50 Stockwerke, mega-stylisch und einfach nur abgefahren! Das Apartment ist eigentlich fuer 4 Leute gedacht, kostet 8000 Dollar Miete im Monat, dort Leben aber 9 Leute in der Wohnung, einer sogar hinterm Kuehlschrank..Ich konnte da nicht mehr pennen, aber zum Glueck bei einem Kumpel von Nickis Brenden! Ein Inder aus Bombay, der seit ein paar Jahren in Sydney arbeitet und in Nordsydney gewohnt hat und sich sogar dafuer entschudligt hat, dass er nicht viel zu Essen da hat, obwohl ich ja da 3 Naechte umsonst gewohnt habe!
Zurueck zur Ankunft. Haben mein Zeug untergestellt und sind erstmal Fruehstueck kaufen gegangen und ab in den botanischen Garten. Dort lecker gegessen, dann sind wir um Opernhaus, haben ein paar Tourifotos gemacht, sind mim Bus zu dem bekanntesten Strand gefahren – Bondi Beach – und haben uns da erstmal wieder hingelegt. Dann hatten wir den tollkuehnen Plan zur Watson Bay zu laufen, was schon moeglich ist, allerdings nach 1 ½ Stunden laufen, sind wir in den naechsten Bus gestiegen, weil wir sonst nicht vor Sonnenuntergang angekommen waeren..an der Bucht gabs dann erstmal nen Bier und sind dann im Sonnenuntergang mit der Faehre zurueck zum Hafen gefahren. Anschließend gabs mit Bren und seinen Kumpels All You Can Eat beim Brasilianer und dann musste ich mim Taxi zum Kailish, meinem Host, fahren und bin einfach nur umgefallen, als ich angekommen bin….das war irgendwie alles ein bissl zu viel ohne Schlaf und die Stadt hat mich wirklich erschlagen! Eigentlich ist es nicht sooo schlimm da und es ist eben ne Großstadt aber nach dem Wochenende auf der Farm und dem doch sehr unbeschwertem Leben in Neuseeland, kommt einem da wirklich alles total ueberfuellt vor. Und in der Stadt sind nur Asiaten…ueberall! Wenn man einen so in die Stadt stellen wuerde, ohne jemandem zu sagen, wo er grade ist, ist das von den Leuten her wirklich schwer festzustellen, dass man in Australien ist. Am Montag haben wir beschlossen, dass wir genug Sightseeing gemacht haben und viel gibt es dort wirklich nicht zu sehen, deswegen lagen wir den ganzen Tag faul im botanischen Garten und haben Ukulele gespielt, gefruehstueckt und rumgegammelt. Abends waren wir mit den Jungs noch am Darling Harbour ein Bierchen trinken und hatten damit fuer uns wirklich alle guten Spots abgegrast. Insgesamt 3 mal wurden wir von Leuten von einem Friseur-Salon angequatscht, ob wir uns umstylen lassen wollen und das zum Special-Preis bekommen. Da Nicki seit 2 Monaten dran ist, was zu machen, hat sie prompt Ja gesagt und damit waren wir Dienstag frueh erstmal beim Friseur – mit einem tollen Ergebnis
! Den Rest des Tages haben wir am Hafen rumgegammelt und waren dann Abends mit den Jungs feiern, was wirklich sehr lustig war! Nicki hatte heute Nacht in nem Hostel geschlafen und als wir das gesehen haben, waren wir wirklich sehr sehr froh, dass wir hier Leute kennen, das war einfach nur widerlich da..das schlimmste Hostel was ich jemals gesehen habe..auch wenns noch net viele waren.
Nun ja, jetzt sitz ich in Brisbane am Flughafen und gleich geht’s ab nach Darwin und ich freue mich wirklich sehr aus Sydney rauszusein und jetzt geht endlich der Sommerurlaub los
! Haben uns noch nicht entschieden, ob wir uns den Campervan wirklich da holen oder doch bis Cairns weiterfliegen, aber mal schaun…mir geht’s auf jeden Fall jetzt besser als am Anfang in Sydney und cih habe mal wieder festgestellt, dass ich nicht so ein Großstadt-Mensch bin und es einfach nervt, wenn man durch die Straßen läuft und jeder Tag wie der letzte Samstag vor Weihnachten in Siegen oder Würzburg ist! Dann lieber kleiner und gemütlicher! Ach ja, die Leute aus Sydney bezeichnen ihren Strand in der Stadt, der mega-voll ist, als friedlichen, ruhigen Ort…wenn man in Dunedin an den Strand gegangen ist, war man meistens alleine
! Jetzt ist Boarding-Time und ich werde weiter berichten, wie und ob wir den Hitze-Schock nach 9 Monaten Winter ueberleben!
abschlussbreicht dunedin
18. August 2009
So nun sitze ich hier im Flieger nach Darwin und habe mal Zeit einen Abschlussbericht von Dunedin zu schreiben. Hach..wenn ich jetzt an Dunedin denke, dann strahl ich immer verträumt in der Gegend rum…es war wirklich eine tolle Zeit. Die ersten paar Tage waren echt hart, so ganz allein am anderen Ende und immer mit dem Hintergedanken, was ist, wenn ich keine Leute treffe, wenn das Praktikum scheiße wird etc. Tja, was ist draus geworden? Die aufregenste und coolste Zeit meines Lebens.
Dunedin: Man kann die Stadt eigentlich nur ins Herz schließen. Steht man oben am Berg schaut man auf die Stadt, auf die Halbinsel, den Hafen und weiter hinten der Ozean – einfach nur traumhaft schön! Und auch sonst hat alles seinen Platz in der Stadt. Es gibt gammelige Ecken, aber alles hat irgendwie dadurch seinen eigenen Charme, dass es nur einzelne Häuser da gibt und keine einzigen Wohnblocks und Hochhäuser mit mehr als 3 Stockwerken gibt’s vielleicht..hmm…5-10! Nachdem man das Bussystem verflucht hat, sich tausendmal drüber aufgeregt hat, ist man am Ende doch stolz, das System verstanden zu haben und man gewöhnt sich irgendwie an alles. Auch der Strand ist wunderschön und es ist für mich mittel- bis süddeutschem Kind wirklich schön, mal nachmittags einfach an den Strand zu fahren und ein bissl Meeresluft zu schnuppern. Nach kurzer Zeit war es schon unmöglich, durch die Stadt zu laufen und nicht Jemanden zu treffen, den man kennt, was einen zu der Erkenntnis brachte, dass das wirklich eher ein Dorf da ist, in dem man sich schnell heimisch fühlen kann. Da es eher eine Studentenstadt ist und ein Kommen und Gehen ist, ist das sicher nix auf Dauer, aber ich werde immer wieder gerne zurückkommen und mich daran erinnern, dass ich in den 3 Monaten die ganze Stadt mindestens 100 mal komplett durchlaufen habe (dem Bussystem sei Dank) und überhaupt noch nie in meinem Leben so viel gelaufen bin – pro Tag mindestens eine Stunde oder so – es war fast schon komisch mitm Auto durchzufahren.
Praktikum: Das aller, aller, aller, aller tollste zu Beginn: Ich werde wohl noch dieses Jahr meine erste Publikation haben!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Also nicht ich, aber ich steh auf jeden Fall mit drauf, weil meine Ergebnisse so gut sind, dass sie wohl noch dieses Jahr veröffentlich werden können und meine Chefin meinte, dass ich ja die Versuche und die ganze Auswertung gemacht habe und dementsprechend auch mit auf dem Paper steh..der Wahnsinn..hatte niemals damit gerechnet, dass aus meinem F2-Praktikum mal sowas wird. Knaller! Wenn das wirklich was wird, wird’s eingerahmt, an die Wand gehängt und dann erstmal gefeiert! Alles in allem bin ich froh, dass das Praktikum jetzt rum ist und ich mal ein bissl Zeit für mich habe und ein bisschen Urlaub machen kann – okay, ich denke das klingt komisch nach allen Ausflügen die wir an den Wochenenden gemacht haben, aber wirklich zur Ruhe bin ich seit langem nicht mehr gekommen. Meine Chefin ist wirklich sehr nett und ich habe mich die ganze Zeit sehr wohl gefühlt und auch mit Olga, der Doktorandin, hat es gut geklappt alles in allem. Auch wenn zwischenzeitlich auch mal einiges schief ging und ich dafür aber nix konnte, es aber trotzdem mein Versuch war und ich mich ziemlich geärgert habe, ist meine Bilanz doch sehr positiv und ich habe schon einiges gelernt in der Zeit…meine Chefin hat mir sogar auch eine bezahlte(!!!!!!!!!!!!!!) Diplomarbeit angeboten, was mal echt verlockend ist, wobei ich ja gerne eher was mit Physik machen will, aber mal sehen! Das hat alles noch bis Weihnachten Zeit! Freu mich auf meine erste Veröffentlichung
!
Wohnung: Ich habe mein Zimmer und meine Wohnung schon lieb gewonnen, allerdings vermisse ich sie nicht sooo. Ich werde definitiv die Aussicht aus der Küche vermissen und auch meine Mitbewohner…ich hatte vorher eigentlich nix mit Asiaten am Hut und kannte auch nicht wirklich welche, aber ich muss sagen, dass ich meine Mitbewohner doch ins Herz geschlossen habe, weil die einfach alle nur putzig sind. Die entschuldigen sich für Alles, auch wenn sie nichts mit der Sache zu tun haben, sind super hilfsbereit und wenn 2 der Mädels mich begrüsst haben, war das in so einem hohen Kreischton, dass ich immer automatisch in Deckung gegangen bin und auf den Kung-Fu Kick gewartet habe…herrlich! Der Aki konnte nach einem halben Jahr in Neuseeland immernoch kein „L“ aussprechen und so war es immer ein wunderbares „Herro“ anstatt „Hello“..ich werde es so vermissen! Auch mein Unbehagen asiatischem Essen gegenüber hat ein bissl abgenommen und habe ein paar leckere Rezepte mitgenommen!
Leute: Das allerschönste an der Zeit in Dunedin ist, dass ich wirklich sehr sehr tolle Menschen getroffen habe und Freundschaften geschlossen habe, die mit Sicherheit nicht von kurzer Dauer sind und nicht mehr missen möchte. Allem vorran habe ich mit Nicki wirklich jemanden gefunden, der genauso drauf ist wie ich und wir am Anfang beide in der gleichen Situation hier waren: beide nur ein Praktikum, keine Studenten, man kennt niemanden und ist erstmal überfordert. So konnten wir uns gegenseitig helfen und uns zusammen durchs Leben wurschteln. Wirklich schön und ich weiß echt nicht, was ich ohne sie gemacht hätte. Mit Angela und Flavia war unsere Truppe dann wirklich echt perfekt. Haben uns in allen Hinsichten so gut ergänzt und die Tage vom Stewart Island Wochenende waren wirklich die lustigsten 4 Tage, die ich jemals hatte. Ich bin wirklich sehr, sehr froh, dass wir alle Deutsche sind und auch wenn wir in verschiedenen Städten wohnen, können wir uns trotzdem jederzeit wiedersehen und ich freu mich schon jetzt drauf! Mit Sam habe ich einen weiteren tollen Menschen getroffen, den ich so schnell auch nicht missen will und die Zeit die wir hatten, war wirklich unglaublich schön und ich bin sehr froh, dass ich nach Australien wieder zurück nach Neuseeland fliege und wir noch ein bisschen Zeit miteinander verbringen können. Weiterhin haben wir in der ganzen Zeit wirklich viele verschiedenen Menschen getroffen, von allen möglichen Kontinenten und so viele Angebote bekommen, mal vorbeizuschaun und es ist wirklich verrückt, wenn man sich überlegt, man könnte nach Kanada, USA, England, Schweden, Schweiz, Indien, Australien, Japan, Vietnam usw. fliegen und man würde da wirklich jemanden kennen, den man anrufen könnte und mit dem man sich mal treffen könnte – wirklich eine tolle Erfahrung, so viele verschiedene Nationalitäten kennen- und lieben zu lernen! Das bringt so viele lustige Geschichten und man lernt viel dazu!
Tja, das wars erstmal. Jetzt kommen 2 Monate Reisen, wobei noch nicht viel geplant ist. Erstmal jetzt nach Darwin und schaun wie da der Hase läuft (oder besser, wie die Krokodile da laufen), eventuell ein Van dort, oder nach Cairns fliegen und mal ordentlich am Strand rumschimmeln und braun werden. Dann Anfang September nach Neuseeland, endlich endlich Mama und Papa treffen und dann erstmal nochmal nach Dunedin, mein Bericht fertig machen und noch ein bissl beim Sam bleiben. Mein Plan mir die Nordinsel anzuschaun, habe ich glaube ich verworfen, aber finde es auch nicht sonderlich schlimm..Komm eh wieder zurück und dann ists ja auch net das schlechteste, wenn man sich noch so hier und da was anschaun kann, was man noch net gesehen hat!
So, das war der Abschlussbericht (jetzt wo ich es nochmal lese, merke ich, wie schlecht mein Deutsch geworden ist..hört sich ja grausig an..tut mir leid…zu viel Englisch)…komisch, dass es vorbei ist, aber immerhin kann ich mit gutem Gewissen sagen, dass alles nicht hätte besser werden können und es einfach unglaublich war!
sams farm
29. Juli 2009
hier sind die bilder vom wochenende:
http://picasaweb.google.com/Katharina.Reusch/SamsFarm
sams farm
29. Juli 2009
Sam hatte mich letzte Woche auf seine Farm eingeladen, weil er eh unten war und arbeiten musste und ich dachte mir, dass lass ich mir mal nicht entgehen! Und es war wirklich sehr sehr schön! Die Farm ist irgendwo im nirgendwo im Süden. Die nächste kleine Stadt ist Tuatapere, dort leben aber auch nur 500 Hansel.
Sam hat mich Donnerstag abend dann in Invercargill abgeholt und wir sind erstmal in irgendeinen local pub am Weg gegangen, weil da einer seiner Kumpels war. Vor dem Pub standen erstmal 5 Trucks und am Eingang 5 Paar Gummistiefel..Country-Kneipe eben! Haben dann da 1-2 Bier getrunken und sind dann auf die Farm gefahren! Am nächsten morgen gabs lecker Frühstück und kennenlernen mit den Eltern. Beide waren wirklich super nett und habe mich sehr wohl gefühlt bei denen. Seine Mama hat auch immer unglaublich lecker gekocht. Dann hat Sam mich ein bissl rumgeführt und wir sind auf einem Quad mal übers ganze Farmland gefahren. Ist wirklich so unglaublich schön da! Auf der einen Seite schaut man auf die Berge und dann dreht man sich um und schaut aufs Meer..atemberaubend! Dann mussten wir uns ein bissl um die Schafe kümmern. Die Schafe werden jeden Tag ein Feld weitergeschickt oder wohnen auf einem Schlammfeld und bekommen jeden Tag ein paar mehr Reihen Gemüse und noch ein bisschen extra Heu. War wirklich schön, dass alles mal mitzumachen. Die haben auf der Farm auch noch ein paar Kühe, Fleisch-Kühe, wie mir gesagt wurde..! Die brauchten dann noch ein bissl Heu und
wir sind dann mitm Traktor losgefahren und haben einen Ballen Heu geholt. – im Traktor war ein Radio und es hat wirklich was fuer sich, mit ACDC-Musik ueber eine neuseelaendische Schaffarm zu juckeln! Das war der erste Tag. Abends gabs wieder lecker Essen und dann ist noch ein Kumpel vom Sam gekommen.
Am nächsten Tag musste Sams Papa eine Schafherde runter zum Stall holen, weil die eine Vitamininjektion brauchten, was wirklich lustig anzuschaun war, weil wir nur mit dem Quad hinterhergefahren sind und der Hund die ganze Arbeit macht. Die sagen nur rechts oder links und der Hund kümmert sich um den Rest – echt cool! Dann war ein Teil vom Traktor kaputt und wir sind zu einem Nachbarn gefahren – 20 Minuten Fahrt! Dort wurde dann erstmal ein Bier getrunken, bevor irgendwas angeschaut wurde..Farmer..!
Samstag waren wir noch am Strand und sind ein bissl in der Gegend rumgefahren. Kurz vor Sonnenuntergang meinte Sam dann, lass und noch ein paar Enten schießen..Dann wurde das Gewehr ausgepackt und wir sind durch den Busch geschlichen, kamen an einen Teich, Sam legt an und schießt einfach mal so 2 Enten – total verrückt! Dann flog noch eine über uns und er hat die auch mit einem Shot abgeschossen. Ich stand nur da und habe den Kopf geschüttelt..total verrückt. Sonntag wollten wir eigentlich Wild jagen gehen, aber der Wind kam aus der falschen Richtung und dann meinten die, dass es dich dann nicht lohnt, aber machen das wahrscheinlich im September oder so! Insgesamt war es wirklich ein wahnsinnig schönes Wochenende, schlammig, aber echt toll! Durfte Traktor fahren, Quad fahren, Schafe schubsen, Kühe füttern und eben helfen, wo was anstand. Echt cool!
Nun sind meine letzten paar Tage hier und es ist wirklich ein komisches Gefühl, aber nach 3 Monaten hier im Labor brauch ich auch mal ein bissl Urlaub und die Nicki ist auch schon seit Montag weg und Dunedin ohne Nicki ist schon nach 2 Tagen komisch, von daher ists auch mal ganz gut hier rauszukommen. Sonntag morgen gehts nach Sydney und ich werde am Weg mal einen Abschlussbericht verfassen und den nächste Woche mal hier reinstellen! Schonmal jetzt die Anmerkung, dass ich in den nächsten 5 Wochen eher schlecht zu erreichen bin, da wir ja nur im Campervan unterwegs sind und wir Häuser meiden wollen
! Aber ich lass auf jeden Fall was von mir hören!